Wer muß die schweren Dinge tun

Immer bleib ich euch ein Fremder
Ob das gut ist oder schlecht
Niemand lebt in meinen Welten,
Und Berührung ist so selten.
Manchmal ist’s mir sogar recht.

Mensch und Mensch und nichts dazwischen.
So stellt es sich mir oft dar.
Ach, ich müßte etwas wagen.
Schwierig ist das Brückenschlagen
Und die Pfeiler sind so rar.

Wer muß die ersten Schritte tun?
Der, der’s kann.
Wer muß Unmögliches probier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß das meiste stets riskier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß die schweren Dinge tun?
Der, der’s kann.

Eigentlich ist jeder einzeln.
Doch die meisten merken’s nicht.
Jeder ist ein Universum.
Jeder ist sein eig’ner Stern und
Jeder strahlt durch’s eig‘ne Licht.

Dadurch muß auch keiner warten
Was die Andern schließlich tun.
Jeder ist ganz unabhängig.
Und diese Freiheit hab’m wir ständig,
Ob wir handeln oder ruh’n.










Wer muß die ersten Schritte tun?
Der, der’s kann.
Wer muß Unmögliches probier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß das meiste stets riskier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß die schweren Dinge tun?
Der, der’s kann.

Manchmal möchte ich es wissen,
Ob das alles wirklich stimmt.
Ich versuch, Kontakt zu finden,
Will den Abgrund überwinden
Und bin froh, wenn es gelingt.

Selten ist’s, dass es gelingt
Und meistens bleib ich außen vor.
Und dann könnt ich resignieren
Und es nicht noch mal probieren.
Doch das wär ein Eigentor.

Wer muß die ersten Schritte tun?
Der, der’s kann.
Wer muß Unmögliches probier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß das meiste stets riskier’n?
Der, der’s kann.
Wer muß die schweren Dinge tun?
Der, der’s kann.

© Peter Gräfen






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