Ramona

Wenn du sagst, daß du kommen wirst,
Kommst du nicht.
Wenn du sagst, daß du mich anrufst,
Rufst du nicht an.

Das einzige, das ich sicher weiß,
Ist, daß du nie hältst, was du versprochen hast.
Worauf man sich bei dir verlassen kann,
Ist sicher, daß man dir nichts glauben kann.

Wenn du sagst, daß du mich besuchst,
Laßt' nichts hör'n.
Wenn dann ich halt dich besuch
Laßt' dich nicht stör'n

Das einzige, das ich sicher weiß,
Ist, daß du nie hältst, was du versprochen hast.
Worauf man sich bei dir verlassen kann,
Ist sicher, daß man dir nicht trauen kann.

Wenn ich dir was von mir erzähl,
Hörst du nicht zu.
Weil du an dich selber denkst
Immerzu







Das einzige, das du hören willst,
Ist, wie toll das ist, was du selber machst.
Was and're denken und was sie bewegt,
Das ist, wofür du keine off'nen Ohren hast.

Du verhältst dich nicht als Freund
Wenn's mir schlecht geht.
Neulich hast du mich verletzt.
Das tut doch weh!

Freund und gemein, das verträgt sich nicht.
Ist das denn jetzt auch schon zuviel verlangt,
Ein Minimum an Rücksicht und Gefühl;
Sag, wovor hast du denn so furchtbar viel Angst?

Wenn du sagst, du magst mich so,
Glaub ich's dir nicht.
Weil ich  weiß, was du erzählst,
Ist bloß a G'schicht.

Das einzige, das ich sicher weiß,
Ist, daß du nie sagst, was du wirklich denkst.
Worauf man sich bei dir verlassen kann,
Ist sicher, daß man dir nichts glauben kann.
Nichts glauben kann.

© Peter Gräfen

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