Kinder

Kinder wachsen schnell heran,
Pass nur auf, gleich sind sie groß.
Die nehmen oft von uns nichts an.
Herrgottnochmal, wie kommt das bloß?

Wir sind Kinder, wir woll’n leben,
unsern Weg geh’n, lasst uns doch so sein.

Kinder sind auf ihrem Weg,
Doch sie wissen nichts von ihm.
Sie haben sich darauf bewegt.
Und sie werden weitergeh’n.

Ihr seid älter, habt viel gesehen,
dabei wart ihr auch mal jung wie wir.

Kinder lernen furchtbar viel –
Du kannst es nicht für sie tun.
Kinder lernen durch ihr Spiel
Und sie wollen niemals ruh’n.

Helft uns leben, helft uns lernen,
durch euer Beispiel, das genügt uns schon.





Grausam sind sie manchmal auch.
Aber mei, das g’hört dazu.
Reißen Fliegen Flügel aus.
And‘re schauen fröhlich zu.

Was heißt schon grausam, wir müssen lernen,
schaut doch euch an, besser seid ihr nicht.

Manchmal soll’n sie anders sein,
Jedenfalls wär’s angenehm.
Ach, blieben sie doch immer klein,
Dann hätten wir es sehr bequem.

Wir sind Kinder, wir woll’n wachsen,
uns entfalten, helft uns doch dabei.

Kinder sind der Trost der Welt.
Ein Geschenk an uns von ihr.
Durch sie wird uns’re Welt erst hell.
Ich glaube, dazu sind sie hier.

© Peter Gräfen






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