Wachsen

Die Meisten denken, das Leb’n sei schwer,
Da gäb es nichts, gar nichts geschenkt.
Die Meisten wünschen sich gar nichts mehr.
Sie hab’n’s kapiert und ihr Gottvertrau’n verdrängt.

Auch ihr, die ihr dieses Lied anhört,
Glaubt nicht mehr an euren Kindertraum.
Traut euch nicht einfach und unbeschwert
Mit off’nen Augen in die Welt zu schau’n.

Es heißt so oft: „Tja, das geht halt nicht.
Die Welt ist groß und der Mensch ist klein.“
Die Angst wird größer, es stimmt ja auch,
Erwachsen sein heißt, nicht unvernünftig sein.

Jedoch dabei geht so viel verlor’n.
Das Wunder „Welt“ wird da ganz banal.
Ist man erst vor ein paar Jahr’n gebor’n
Dann sind die Wunder alltäglich und normal.





Wenn ihr nicht werdet wie Kinder sind,
Dann gibt’s für euch auch kein Himmelreich.
Der das gesagt hat, ihr wisst schon, wer,
Der wusste auch, das ist überhaupt nicht leicht.

Schaut euren Kindern beim Wachsen zu
Und denkt nicht, dass ihr schon so weit seid.
Tief in euch drin seid ihr so wie sie
Wenn ihr das findet, dann seid ihr wirklich weit.

Wir Menschen hab’n alle eins gemein,
Wir hab’n gestaunt wie’s nur Kinder tun.
Die Kinder zeig‘n uns die Wirklichkeit:
Wir sind zum Wachsen hier, da gibt’s viel zu tun.

Ihr wolltet doch noch so viel probier’n
Und sehen, was dann daraus wird.
Lasst doch die Vorsicht und habt die Stirn,
Zu tun, was ihr wollt und schaut, was das bewirkt.


© Peter Gräfen


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