Un-Sinn

Einmal ein voller Nudelsack
Verliebte sich unsterblich
In einen großen Dudelsack,
Denn das war bei ihm erblich.
In einen großen Dudelsack,
Denn das war bei ihm erblich.

Er blies die Nudeln zu den Dudeln in den Sack.
Raus kamen Töne und Gestöhne – so ein Krach.

Es badete ein Rüsseltier,
Denn es war furchtbar schwitzig,
In dieser großen Schüssel hier.
Das Wetter war so hitzig.
In dieser großen Schüssel hier.
Das Wetter war so hitzig.

Auch den Rüssel in die Schüssel, so wird er rein.
Sein Trompeten klang wie das Zetern eines Schweins.

Ein Mann hatte ein Überbein.
Er konnt‘ es kaum ertragen.
„Das kann doch noch nicht alles sein!
Ich will noch viel mehr haben!
Ober-, Unter-, Mittelbein,
Die will ich alle haben!“













Ja, so rief er. Und dann lief er zur Klinik.
„Unterbeine hab ich keine. Macht mir drei Stück!“

Ich sah ‚nen bunten Obstsalat
Einmal das Land regieren.
Das ist doch wirklich gar nicht dumm,
Denn da kann nichts passieren
Da geht’s immer im Kreis herum,
Da kann keiner verlieren

Da sah ich Birnen, so wie Dirnen, wunderschön.
Und auch Kirschen groß wie Hirschen konnt‘ ich seh’n.


„Was fällt mir nur für Blödsinn ein.
Ich kann das kaum verstehen.
Ich werd‘ doch wohl nicht wieder klein.
Bald kann ich nicht mehr gehen.
Ich werd‘ doch wohl kein Wickelkind.
Nein, das darf nicht geschehen!

Denn das konnte und das wollte ich doch nie!
Aber mei, so ist das Leben. Oder wie?“


© Peter Gräfen






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