Der Ulk von Ulm

Der Ulk von Ulm sitzt auf dem Dach
Und denkt: „Hier oben spiel ich Schach.“
Der Ulk von Ulm denkt so verdreht
Und seltsam, wie ihr daran seht.

Er hat nen komischen Humor
Und wenn er spricht, spitzt der hervor.

Den Ulk von Ulm versteht man nicht,
Weil er so selten offen spricht.
Er formuliert oft so verdreht,
Dass ihn kein Mensch wirklich versteht.

Der Ulk von Ulm sitzt oft herum
Und denkt: “Was sind die Leute dumm.
Anstatt zu sagen, was sie tun,
Red’n sie so unklar oft herum.“

Jedoch er spricht dieses nicht aus,
Weil sprechen ist ihm meist ein Graus.
Er sagt etwas, es wird gehört,
Und doch versteh’n sie all’s verkehrt.


Dem Ulk von Ulm hört niemand zu.
Sie lassen ihn lieber in Ruh.
Weil, was er sagt, so komisch klingt.
Doch lieben sie es, wenn er singt.

© Peter Gräfen

Der Schädel

Ein Schädel liegt am Tellerrand
Und schaut so traurig aus.
Er schaut durchs Fenster raus ins Land
Bis zu der blassgelbgrünen Wand
Von einem Leichenhaus.

Der Schädel g’hört zu einem Fisch,
Sein Leib ist gessen word’n.
Der Teller steht hier auf dem Tisch .
Er ist beileibe nicht mehr frisch.
Er hat das Leb’m verlor’n.

© Peter Gräfen


weiter
zurück